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Putin’s demented puppet squawking what he’s told to.
Putin’s demented puppet squawking what he’s told to.
Da gehe ich mit! Vielen Dank für den angenehmen Austausch!
Es wirkt, als wäre die Position erst dann nicht mehr dogmatisch, sondern organisch entstanden, wenn sie deine übernimmt.
Nein. Meine Position muss die Linke weiß Gott nicht einnehmen. Ich würde es nur begrüßen, wenn sie nicht mehr so fundamentalistisch wäre. Stand jetzt schreibt die Partei, dass sie Waffenlieferungen in Konflikt- und Krisengebiete ablehnt. Punkt. Kein Raum für irgendwelche Ausnahmen, sondern einfach kategorisch nein. Wir halten das beide für Quatsch, denn dann wäre die Ukraine heute nicht mehr da. Gleichzeitig wird gerade hier aber auch regelmäßig suggeriert, die Position der Partei wäre ja gar nicht so kategorisch, weil van Aken mal hier oder da etwas gesagt hat. Das steht jedoch im Widerspruch zum verabschiedeten Programm und ich finde es unaufrichtig, wenn man einerseits das eine verabschiedet, aber nun aus taktischen oder welchen Gründen auch immer das andere behaupten möchte. Dann zieht es wenigstens auch durch.
dass keinerlei objektive, sondern nur eine affirmierende, Analyse stattfindet.
Gab es diese offene, objektive Analyse denn bei den Linken während der vergangenen 3 Jahre Krieg? Denn von Außen sieht man nur eine Partei, die durchgehend die gleiche kategorische Ablehnungshaltung hat und daher diesen dogmatischen Eindruck hinterlässt.
aber es ist nicht so, dass nur die eigene Seite als Aggressor analysiert und behandelt wird.
Das nicht. Ich würde aber schon behaupten, dass die Bewegung aus dieser Perspektive erwachsen ist und sie daher in der Tendenz noch immer vorhanden ist. Ich glaube weiterhin, dass es den Anhängern der Bewegung schon leichter fällt, amerikanischen Imperialismus klar zu erkennen und zu verdammen als chinesischen oder russischen.
wo er zugleich manchmal sehr richtigerweise Rüstung als eine selbst fast schon dogmatisch gedachte Antwort kritisiert.
Nur, dass wir uns richtig verstehen: Rüstung ist nicht die ausschließliche Universalantwort auf alles. Aber ich denke schon, dass es etwas ist, was wir in diesen Zeiten als ersten Schritt gehen müssen und an dem wir nicht vorbeikommen. Das schließt jedoch keinesfalls andere, weitere Schritte aus.
Viele der Waffenlieferungen der USA etwa waren ja vielfach auch ein gutes Geschäft
Gerade deshalb müssen wir ja auch einen Gegenpol schaffen. Nicht liefern, um daran zu verdienen und aus dem Krieg ein Geschäft zu machen, sondern liefern, um tatsächlich zu helfen. Wenn wir das tun würden/könnten, könnten die Amerikaner so zynische Dinge auch nicht abziehen.
Besonders mit so vielen neuen, jungen Menschen, die jetzt mitmachen, sehe ich nur mehr und mehr Potential für Bewegung
Ja, ich auch. Insofern bin ich sehr gespannt, wie es mit der Partei weitergeht.
In jedem Fall vielen Dank für deine Worte und Einsichten!
Tut mir wirklich leid, aber zum Thema Waffenlieferungen sehe ich in dem Programm tatsächlich kein “aber”, sondern nur ein “nein”.
Vielleicht noch mal zur Klärung: mir geht es explizit um die dogmatische Haltung der Linken bezüglich Waffenlieferungen. Den Punkteplan habe ich gelesen und ich kenne auch die Friedensperspektive aus dem Wahlprogramm. Da sind durchaus sinnvolle Dinge genannt. Hier geht es aber um die Waffenlieferungen, denn die sind Grundlage für alles weitere, und da ist auch der Punkteplan ganz glasklar (er hört sogar damit auf): >Wir fordern einen Stopp von allen Waffenlieferungen, durch immer mehr Waffen wird eine weitere Eskalation riskiert.
das Wahlprogram lässt ebenfalls genug Interpretationsspielraum dafür.
Bis zum Beweis des Gegenteils: nein.
Ich glaube, du bist der einzige, der hier ein “aber” hinter dem “nein” erkennen möchte:
Wir lehnen Waffenlieferungen in Kriegs- und Krisengebiete ab.
Aber wichtig: Er macht das aus, in meinen Augen, Fehlannahmen innerhalb dieses akademischen Felds der "Friedens"Forschung. Er macht das nicht, weil er emotional-intuitiv, oder gar perfide geplant, alles machen möchte, was “dem Westen” schadet, oder “den USA” schadet.
Das Problem für mich ist, dass die Friedensforschung an sich schon einen “intuitiven” Gegensatz zu “Amerika/Westen/NATO” hat. Das mag historisch durchaus seine Berechtigung gehabt haben, scheitert jedoch momentan an der Situation, in der der imperiale Aggressor eben nicht mehr ‘Amerika’, sondern ‘Russland’ heißt. Die Friedensforschung schaut auf Konflikte in der Tendenz eher so, dass “unsere” Seite der Aggressor ist und will dem ein Gegengewicht sein. Sie bietet jedoch keine realistische Antwort auf die Probleme, die bspw. die Ukraine 2022 hat, als sie überfallen wurde und Waffen zur Verteidigung brauchte. Ich will nicht sagen, dass bspw. van Aken nur emotional-intuitiv argumentiert, sondern dass der Webfehler schon in der Denkschule der Friedensforschung steckt. Der fromme Wunsch des Pazifismus hätte die Ukraine nicht bis heute auf der Landkarte gehalten, dieser stumpfen Wahrheit muss man sich leider stellen.
Die Linke wird gerade sehr gerne als die total dogmatische Partei dargestellt, die außenpolitisch den Untergang der Welt bedeuten würde.
Wenn es um Waffenlieferungen geht, vertritt sie auch total dogmatische Positionen. Mir fehlt der Realismus, dass man bestimmte Wünsche zwar als Ziele definiert, aber ebenso offen anerkennt, dass es Situationen gibt, wo man das Gegenteil tun muss. Tut man das nicht, dann landet man eben im Dogmatismus.
Ich kann nur sagen: Es entwickelt sich gerade viel, mit BSW sind viele alte Dogmatiker raus
Ja, das wäre ja erfreulich. Ich merke halt nur, dass es viele gibt, die offenbar trotzdem noch partout an alten Zöpfen festhalten wollen und bestimmte Ansichten konservieren wollen.
Grundsätzlich nicht, warum sollte sie auch?
Weil du geschrieben hast:
Du scheinst immer noch nicht verstanden zu haben das sich in diesen drei Jahren ein erheblicher Teil der Linke abgespalten hat, eben auch über genau diese Frage und der verbleibende Teil das sehr viel undogmatischer sieht.
An Dogmatismus scheint sich jedoch nicht viel verändert zu haben. Du kannst das gerne Pragmatismus nennen und es als das Gegenteil von Lagerdenken bezeichnen, das macht es aber nicht zutreffender. Die Tatsache, dass die Haltung sich während dieser gesamten Zeit nicht geändert hat, könnte dir einen Hinweis darauf geben.
Bingo. Die Haltung der Partei selbst hat sich bezüglich Waffenlieferungen nämlich nicht geändert.
Sie fordern also einen Strategiewechsel zu der Position, die sie schon 2021 vertreten haben? Wo ist da der Wechsel innerhalb der Partei?
Du zitirst mal wieder extrem selektiv.
Du bist herzlich eingeladen, die Stellen zu zitieren, die deine Aussage unterstützen. Kannst du das?
Ich komme dir sogar entgegen und verlinke und lege vor:
2021:
Ohne Frieden ist alles nichts: Für Frieden und Abrüstung. Waffenexporte verbieten […]
■ Wir fordern einen sofortigen Stopp aller Rüstungsexporte, insbesondere den Export von Waffenfabriken, Klein- und Leichtwaffen, da deren Endverbleib nicht kontrolliert werden kann.
■ Wir unterstützen ein Rüstungsexportkontrollgesetz für ein gesetzliches Verbot aller Rüstungsexporte.
2025:
Wir wollen das Geschäft mit dem Krieg beenden und Rüstungsexporte vollständig verbieten. Die Umstellung von Rüstungsbetrieben auf zivil notwendige Produkte muss gezielt gefördert werden.
Wir lehnen Waffenlieferungen in Kriegs- und Krisengebiete ab.
Kein Wandel in der Haltung. Belege für meine Position. Kannst du deine Position auch belegen?
Wir können das gerne wieder und wieder in extenso durchkauen. Die Abspaltung hatte keine Auswirkungen auf die Position der Linken bezüglich Waffenlieferungen. Falls du diesen Punkt tatsächlich machen möchtest, zeig mir sehr gerne die unterschiedlichen Positionen in Wahlprogrammen, dort würde sich diese Veränderung ja dann widerspiegeln. Falls du das nicht tust, gehe ich davon aus, dass du eine Behauptung aufstellst, die du schlicht nicht belegen kannst.
Und ja die generelle Position ist allgemein richtig unabhängig vom aktuellen dogmatischen Lagerdenken.
Um nicht im dogmatischen Lagerdenken zu enden, muss man auch seine generellen Positionen den aktuellen realen Begebenheiten anpassen. Du bist der Meinung, die Linke hätte das getan? Zeige mir gern die Unterschiede in der Position der Partei zu Waffenlieferungen in ihren Wahlprogrammen 2021 und 2025.
Die Linke spiegelt einen erheblichen Teil der deutschen Wählerschaft wieder die überhaupt nicht dogmatisch nach drei Jahren Krieg in der Ukraine gerne auch andere Optionen als immer nur noch mehr Waffen liefern politisch thematisiert haben möchte.
Dass die Linke in dem Punkt vollkommen dogmatisch ist, kannst du schon daran erkennen, dass das nicht etwa eine Position ist, die jetzt in den letzten 3 Jahren Krieg herangereift ist, sondern die die Partei schon an Tag 1 des Krieges vertreten hat. Und an allen Tagen davor. Die Position ist nämlich vollkommen losgelöst von diesem Konflikt. Das ist ja genau das Problem!
Eigentlich will doch Donnie selber keine Waffen mehr liefern. Nach deiner Logik müsste die Linke ja dann umschwenken.
Das stimmt und das wird jetzt noch spannend. Jetzt wird sich herauskristallisieren, was das eigentliche ‘Feindbild’ ist. Ist es ‘Amerika’, das jetzt offenbar mit Russland gemeinsame imperialistische Sache machen will, müsste die Linke eigentlich umschwenken. Ist es etwas diffuseres wie ‘der Westen’ oder ‘NATO’, dann nicht, denn an deren Zerstörung arbeitet ja auch Trump.
Zufällig wollen die USA diese halt meistens anheizen.
Wenn es darum geht, der Ukraine die Waffen zu geben, um sich gegen die Eroberungs- und Vernichtungsambitionen eines einmarschierenden großen Nachbarn zu verteidigen, würdest du das ‘anheizen’ nennen?
“Waffen verweigern” ist nicht das gleiche wie “Hilfe verweigern”
In einem Krieg geht es leider primär um den Kampf. Die anderen Dinge kann/muss man gern flankierend machen, aber sie sind kein Ersatz für die eigentliche Verteidigung. Ich verstehe den Wunsch der Linken, aber man kann der Notwendigkeit von Waffen eben nicht immer ausweichen.
Indem sich die Linke diesem Problem aber nicht stellt, verweigert sie der Ukraine das Fundament der Verteidigung und damit die eigentliche Grundhilfe. Der Vorwurf ist die logische Konsequenz aus ihrem Unwillen, eine kategorische Haltung im Einzelfall an die realen Gegebenheiten anzupassen.
aber das trifft auf die Linke in 2025 einfach nicht mehr zu.
Wenn es um Waffen geht, hat sich bei den Linken gar nichts geändert. Klar haben einzelne Vertreter der Führung jetzt in Interviews so getan, als hätte sich die Linke da bewegt, um möglichst viele Wähler einzusammeln, für die die Linke mit ihrer dogmatischen Position nicht (mehr) wählbar war, um sich über die 5% zu hieven. Programmatisch, siehe Wahlprogramm, ist es aber immer noch der gleiche quasi-religiöse Wust wie vorher.
Ich glaube du steckst da selber zu sehr im Blockdenken fest und projezierst das auf die Linke 🤷
Es gibt nur eine Seite, die sich kategorisch weigert, den jeweiligen Einzelfall zu betrachten und bisherige Positionen zu adaptieren. Und das bin nicht ich.
Genau so geht man mit diesen Fragen um: transparent und professionell, selbst wenn sie noch so bescheuert sind. Der stete Verweis auf das verankerte Neutralitätsgebot, die entsprechenden Passagen der AO und umfassende Auskünfte zu Finanzen werden zumindest in diesem Fall die Angriffsfläche für etwaig aufgeschreckte Finanzämter minimieren und das Ansinnen der Union im Keim ersticken. Gut gemacht.
Wenn Merz schlau ist, organisiert er für morgen ein Treffen mit Selenskyj und allen wichigen europäischen Politikern, wo diesem in aller Öffentlichkeit ganz symbolisch der Rücken gestärkt wird.
Der redacted in Amerika soll sein Land ruhig in den Ruin führen, aber Europa nicht mit in den Abgrund reißen.