Ein Grundschüler in Sachsen findet die AfD doof und zeigte das auch mit einem „Fck AfD“ Gekritzel in einem privaten Heft. Jetzt ist er einer Hetzjagd ausgesetzt, weil er ein durchgestrichenes Hakenkreuz in sein Kritzelheft gezeichnet hat.
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Warum wird ein Schüler in die Zange genommen, der sich klar gegen die AfD positioniert? Wirkt die Stimmungsmache der rechtsextremen Partei? Die AfD hat Meldeportale initiiert, nennt sie teilweise „Informationsportal ,Neutrale Schule‘“ – und stiftet so Schüler:innen an, kritische Lehrkräfte zu denunzieren. Will man an einer sächsischen Grundschule der AfD keine Angriffsfläche bieten?
In Chemnitz bekommt der Fall eine zusätzliche Dimension durch einen anderen Vorgang nur kurz zuvor: Demnach soll ein anderer Schüler an der Grundschule Hakenkreuze im Schulgebäude geschmiert haben, und zwar solche, die nicht durchgestrichen waren. Ahmets Mutter schreibt: „Bisher ist mir nicht bekannt, dass dieser Schüler mit der gleichen Härte wie (…) bestraft wurde, meines Wissens nach wird dieser Schüler ja auch nicht strafversetzt.“
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Aber selbst wenn Schule und Landesschulamt noch einlenken: An seine bisherige Grundschule zurück kann Ahmet wohl kaum. Neuer Anlauf, wenn im Sommer die Versetzung in die fünfte Klasse ansteht. Die Mutter Karin Yılmaz ist noch immer völlig fassungslos, wie sich die Dinge so hochschaukeln konnten: „Es fühlt sich an wie in einem falschen Film. Ich kann gar nicht glauben, dass so etwas wirklich stattfindet.“
Edit: War in der Zeitlinie etwas durcheinandergeraten, Danke an @HairyHarry@lemmy.world für die Richtigstellung
Die Gefahr für ihn selbst wird aber doch etwas relativiert von der Tatsache, dass er in der Vergangenheit aktiv an der Ostfront eingesetzt war (Edit: Zu diesem Zeitpunkt nicht mehr) und deshalb durchaus, gerade bei einer von ihm zu Recht befürchteten Niederlage, eine recht hohe Chance hatte,
dortumzukommen weil ein schonendes Vorgehen der Allierten angesichts des deutschen Vernichtungskriegs nicht zu erwarten war. (nicht unerheblich verletzt worden war erdortim Krieg ja schon)Georg Elser hat ein im Verhältnis wesentlich größeres Risiko auf sich genommen. Er wird aber nicht so sehr gefeiert, weil er nicht den gleichen Propagandawert hat. Er war nur eine Privatperson, die das Weiterleben Hitlers nicht mit ihren Werten vereinbaren konnte.
Stauffenberg dagegen war im Nachhinein ein wertvolles Propagandainstrument, um den Mythos der sauberen Wehrmacht zu kultivieren. Dass seine Motivation hauptsächlich aus einer Angst, den Krieg zu verlieren, und nicht aus moralischen Beweggründen kam, war dafür egal.
Kleine Korrektur:
Das war in Nordafrika.
Ups, Da war meine Zeitlinie wohl etwas durcheinander.
Trotzdem konnte er sich wahrscheinlich an seinen übriggebliebenen Fingern abzählen, wie der Krieg enden würde und hatte allen Grund zur Annahme, dass die Allierten dabei nicht besonders schonend vorgehen würden.
grins
Ansonsten bin ich durchaus bei dir und kann die Verherrlichung seiner Person schwer nachvollziehen.